Wieder in Santiago...
Hallo zusammen. Wow, schon wieder eine Woche vergangen und jetzt haben wir schon mit unserem letzten Reiseabschnitt begonnen - am nächsten Dienstag geht es schon wieder zurück nach Deutschland :( Ich beginne einfach dort, wo ich letztes Mal aufgehört habe: mit der Fahrt zum See, hinter dem ein Vulkan aufragt (Freitag, 14.10.) - dazu hatten wir uns ein Auto gemietet. In Valdivia regnete es leider, als wir losfuhren, doch das Wetter besserte sich stetig, je weiter wir nach Norden kamen. Ida war sehr weinerlich, so beschlossen wir, die erste große Stadt am See (Villarica) zu besuchen. Hier ist es ein bisschen wie am Bodensee, eine Strandpromenade, viel Grün und Bäume bis zum Wasser. Hier gingen wir ein bisschen spazieren und bewunderten den schneebedeckten Vulkan (den es am Bodensee ja nicht gibt ;).
Nach einer Portion Fleisch mit Pommes beschlossen wir, doch noch weiter am See entlang zu fahren und uns Pucon anzusehen, einer bei Touristen sehr beliebten Stadt am anderen Ende des Sees und direkt am Fuße des Vulkans. Ida war mittlerweile eingeschlafen und wir wollten mal sehen, wie weit wir zur Spitze des Vulkans mit dem Auto vordringen konnten. Immerhin ist oben ein Skigebiet. Die Straße windet sich den Berg hinauf, vorbei an Wohnsiedlungen von Schweizern und Österreichern und wird immer schlechter, je weiter man raufkommt. Dann standen wir plötzlich vor einer Brücke, die durch zwei Holzbretter ersetzt wurde und Jan wollte das Mietauto nicht kaputtfahren, so drehten wir wieder um und schauten uns das Zentrum von Pucon an, das eigentlich nur aus Restaurants und Sportgeschäften besteht. Aber hier gibt es auch einen Strand, der aus feinem Vulkangestein besteht (kann man gut essen, sehr zu Idas Freude :) und der sich tagsüber schön aufheizt. So saßen wir auf dem warmen Boden und genossen die Aussicht und das Plätschern des Wassers.
Dann ging es auch schon zurück, denn Anne feierte in ihren Geburtstag und es gab wieder jede Menge Grillfleisch :)
Am Samstag starteten wir einen Großfamilienurlaub - 4 Erwachsene und 3 Kinder. Es sollte nach Süden gehen, auf die Insel Chiloe. Doch zuerst musste alles gepackt werden, alle Kinder ins Auto verfrachtet und die einzige Brücke zur Stadt und somit aus Valdivia raus überquert werden, auf der eine Demo stattfand und wir somit im Stau standen... Aber wir schafften es und kamen in strömendem Regen leider erst gegen 12:30 Uhr los :) Bis Puerto Montt wurde gefahren, einer Stadt 200 km südlich von Valdivia, dann wollten wir eine Pause machen, bevor wir mit der Fähre auf die Insel übersetzten. In Puerto Montt gibt es einen bekannten Fischmarkt, auf dem um die Mittagszeit natürlich viel los ist, weil hier viele Leute zum Essen herkommen. So suchten wir ewig nach einem Parkplatz und mussten dann leider etwas außerhalb parken - bei strömendem Regen und einer vollen Blase nicht so toll! Doch als die endlich leer war und wir die Anderen wiedergefunden hatten, konnten wir mit einem kleinen Rundgang beginnen und die vielen verschiedenen Meeresfrüchte und Fische bewundern (teilweise sehr abgefahren!).
Gegessen wurde in einem kleinen Lokal, natürlich Fisch mit Pommes. Vorher gab es eine leckere Suppe - genau das Richtige bei dieser Kälte!
Als der Kaffee dann auch getrunken war, war schon 17 Uhr und ein paar Kilometer mussten noch gefahren werden! Unser Tank war schon ziemlich leer, doch wir hatten nicht damit gerechnet, dass es keine Tankstelle mehr vor der Fähre geben würde. So fuhren wir auf Reserve, bis wir nur noch 60 km hätten fahren können und mussten dann eine Tankstelle suchen (denn leider war der Versuch, an Anne und Alejandros Auto Benzin abzuzapfen, fehlgeschlagen...). Aber wir bekamen den Hinweis, dass in einer Stadt ca. 25 km nach Westen eine Tankstelle existieren würde. Also mussten wir diesen Umweg leider in Kauf nehmen und zitterten bei jedem Kilometer, den wir noch fahren mussten. Mit noch 7 km zu fahren kamen wir an der Tankstelle an und konnten endlich zur Fähre weiterfahren. Die Fahrt mit der Fähre dauerte knappe 30 Minuten und wurde dazu genutzt, den Geburtstagskuchen zu mampfen :)
Leider wurde es auch schon dunkel, doch wir hatten immer noch ein bisschen Weg vor uns, denn wir hatten beschlossen, nach Ancud zu fahren, einer Stadt direkt am Meer und ca. 30 km von der Fähre entfernt. Da wir kein Hotel reserviert hatten, mussten wir ein bisschen suchen, doch wir fanden eine Cabana (kleines Haus) direkt am Meer, in dem wir alle zusammen wohnen konnten.
Da die Kinder den ganzen Tag im Auto sitzen mussten, waren sie ein bisschen aufgedreht und wir gingen noch ein bisschen an den Strand (spannend, wenn man nur eine kleine Taschenlampe hat!) und tobten. Hier ist es doch ein bisschen kälter als in Valdivia - ganze 12°C waren es in der Hütte! Da war erst mal Feuer machen angesagt (oder kuscheln :)!
Weiter im nächsten Abschnitt :)














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