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Donnerstag, 29. September 2016

Hola uns Buenos Tardes von der Osterinsel!


Das Netz ist leider zu langsam für das Hochladen von Bildern, also müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden.
Schon wieder sind wir weitergezogen, diesmal von Santiago auf die Osterinsel, ein kleines Stück Land mitten im Pazifik. Die Tage in Santiago waren eigentlich sehr entspannt, wir unternahmen jeden Tag nur einen kleinen Ausflug und Ida schlief sehr viel. So besichtigten wir zum Beispiel den Cerro Santa Lucia, der eigentlich direkt vor unserer Haustür liegt. Auf dieser Anhöhe steht eine kleine Kirche, ein kleines Anwesen und es gibt einen wundervollen Park.

Über steile Stufen kommt man zu einer Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick auf Santiago und die schneebedeckten Anden hat - wenn nicht der ganze Smog wäre!

Ida hielt eine Stunde in der Trage durch, dann wurde ihr zu heiß und wir setzten uns auf eine Bank im Schatten, mit Blick auf die Wolkenkratzer. Hier gab es so einiges zu sehen: Tauben, Straßenhunde, andere Kinder. So wurde wieder gequietscht und sie war glücklich. Nur gab es Geschrei, als ich ihr nicht erlaubte, die Blumen im Beet zu zertrampeln :)

Am nächsten Tag wollten wir nach Valparaiso ans Meer fahren, ca. 100 km von Santiago in Richtung Westen. Wir machten uns nach Idas Morgenschläfchen (das auch der Mama guttut :) auf den Weg an den Busbahnhof. Hierzu mussten wir Metro fahren. Unglaublich viele Menschen, keine Fahrstühle und alles klein und eng. Und da mit Buggy und Ida durch. War ein kleines Abenteuer! Der Busbahnhof ist super organisiert, man kann eigentlich gar nichts falsch machen. So kauften wir uns endlich unsere Fahrkarten nach Valdivia (da geht es dann nach der Osterinsel hin) und erstanden auch zwei Tickets nach Valparaiso. Um 13 Uhr hin, um 17 Uhr zurück. 3 Stunden sollten doch gut ausreichen? Also setzten wir uns in den großen, superbequemen Reisebus und nachdem Ida endlich schlief, konnten wir uns auch ein bisschen entspannen (sie neigt nämlich dazu, nicht still zu sitzen :).

Nach 1,5 Stunden waren wir immer noch nicht dort und nach ca. 2 Stunden fuhren wir in den Busbahnhof in Valparaiso ein. Doch der war viel weiter draußen, als gedacht. So mussten wir ganz schön weit laufen, bis wir endlich in die Nähe der berühmten bunten Häuser kamen, die hier an den steilen Hang gebaut sind. Ok, macht ja alles nichts, so haben wir wenigstens noch 1 Stunde Zeit, ein bisschen in den Straßen zu bummeln.

Doch der Hunger nagte und Idas Windel musste gewechselt werden... So setzten wir uns in einem Restaurant auf die Terrasse und bestellten uns ne leckere Pizza. Die ließ natürlich auf sich warten und so mussten wir uns aus Zeitmangel die Reste einpacken lassen. Fazit: die Häuser sehen echt toll aus, auch wenn man sie nur aus der Ferne sieht. Und die Pizza hat echt super geschmeckt :) Also packten wir den Pizzakarton und Ida und liefen die 40 Minuten zum Busbahnhof zurück. So geärgert habe ich mich schon lange nicht mehr! Und kaum saßen wir im Bus, fährt der auch schon los. Puh. Das hätte noch gefehlt!! Nach 2 Stunden Busfahrt waren wir wieder in Santiago und durften jetzt in die von der Rush Hour volle Metro (mit Ida, Buggy und großem Pizzakarton). Da war ich sowas von froh, als wir wieder im Hotel waren! Das hätten wir uns echt sparen können...
So machten wir am nächsten Tag (unser letzter in Santiago) ein eher ruhiges Programm - schlafen bis 12 (natürlich mit Unterbrechungen...) und dann ein bisschen spazieren gehen. Wir dachten, da Ida ja keinen Brei mag, vielleicht isst sie gerne mit uns zu Mittag. So bestellten wir Kartoffeln, Fisch und Fleisch und boten ihr von allem was an.

Und wie unsere Tochter so is(s)t, nimmt sie alles in den Mund, lutscht es an, spuckt alles wieder aus, nimmt es in die Hand und schmeißt es in hohem Bogen auf den Boden (oder noch besser - haut voller Wut auf den Löffel, so dass Brei überallhin spritzt und dann schreit, weil sie was ins Auge bekommen hat...) So sah es dann auch an unserem Tisch aus :) Gegessen hat sie nicht wirklich was, aber wir gingen dann trotzdem mit ihr auf den Spielplatz, wo sie sich ein bisschen austoben konnte.

Und heute war wieder reisen angesagt. Um 6 Uhr aufstehen, fertig packen, Taxi zum Flughafen und einchecken. Gar nicht so einfach, wenn der Scanner für das Gepäck kaputt ist und das Gepäck nicht abtransportiert wird! So mussten wir drei Reihen weitergehen und es dort nochmal probieren. Ich machte schon Witze, dass es sicher nicht ankommen würde...
Im Flieger wurde Ida von den Stewardessen umringt - oh que lindaaaa! wie süß. Und auch das Gesichtchen und den Kopf streicheln, da blüht Ida auf und zeigt sich von ihrer charmantesten Seite. Auch der Koreaner und das ältere italienische Ehepaar hinter uns konnte Ida für sich begeistern. Und wenn man so viel Aufmerksamkeit bekommt, dann kann man auch immer strahlend lächeln :)

Gegen Ende des Fluges (immerhin knapp 5 Stunden) hatte sie dann aber keine Lust mehr und wurde sehr quengelig. So war sie kaum zu bändigen, als wir landeten - die Landebahn ist vorne und hinten vom Meer begrentzt, das Flughafengebäude besteht eigentlich aus zwei Mini-Hangars und so gibt es auch nur ein Gepäckband, an dem sich alle versammeln (wir flogen mit einer großen Maschine, also viele Menschen).

Unter anderem war da auch eine Klasse Jugendlicher, die einen Schulausflug machten. Als wir auf das Gepäck warteten und Ida nur noch krabbeln und laufen wollte, kam ein Mädchen mit ihrem Teddy zu uns und Ida durfte mit ihm spielen. So nett! Und dann - wir sind die letzten, das Gepäckband stoppt und Idas Koffer ist nicht da. Alle Babysachen drin. Oh Gott! Dabei hatt ich doch nur Witze gemacht!! Ich malte mir schon Horroszenarien aus, wie wir hier auf der Insel wohl neue Sachen bekommen könnten, doch da kam eine hilfreiche Dame vom Flughafen und brachte uns den Koffer - es hatte eine Verwechslung gegeben! Puh. Zum Glück war das dem Kerl früh genug aufgefallen!! Und dann kam die Dame, die uns abholen sollte, ganz besorgt ins Terminal. Eine Deutsche, die sichtlich froh war, mal wieder Deutsch zu sprechen, hängte uns zum Willkommen jedem eine Blumenkette um und wir konnten endlich in unser Hotel fahren. Zuerst gab es noch eine Stadtrundfahrt, die genau 5 Minuten dauerte :)

Wir wohnen hier am Rand der Stadt, sehr ruhig und sind wieder Selbstversorger. Da wir so außerhalb wohnen, haben wir uns ein Auto gemietet, einen Jeep, mit dem wir auch gleich schon in die Stadt gefahren sind, zum Supermarkt.

Hier ist alles teuer, da ja auch alles importiert werden muss. Vielleicht ist es dann doch billiger, essen zu gehen. Mal sehen. Da wir hier nochmal zwei Stunden vor Santiago liegen, haben wir jetzt einen Minijetlag - aber Ida ist zum Glück nach 2 Stundne dauerkrabbeln einge- schlafen und wacht auch hoffentlich erst in ein paar Stunden auf. Morgen werden wir die erste Tour zu den Statuen machen - gesehen haben wir schon welche, die stehen echt an jeder Ecke ;).
Soviel von hier. Ich hoffe, ich komme schneller dazu einen neuen Bericht zu schreiben!
Viele Grüße,
Yvonne, Jan und Ida


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